Weiter unten werden die einzelnen Spinnenarten genauer vorgestellt und persönliche Meinungen oder Erfahrungen eingebracht.

 

 

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Spinnen/ Radnetzspinnen

Weitere Spinnenarten

In dem folgenden Abschnitt werden die einzelnen Spinnenarten genauer vorgestellt.

Gartenkreuzspinne

Gartenkreuzspinne

 Die Gartenkreuzspinne ist wohl die häufigste und bekannteste Kreuzspinne. Viele sagen einfach Kreuzspinne zu ihr, doch so einfach sind Spinnen nicht zu bestimmen, denn es gibt ja allein mehrere hundert Arten von Kreuzspinnen Weltweit. Manchmal entscheiden mirkoskopisch kleine Teile zu welcher Art die Spinne gehört. Doch bei der Gartenkreuzspinne ist das nicht so schwer. Hauptmerkmal ist das Kreuz auf dem Hinterleib die Grundfarbe kann von hellbraun bis ins schwarze gehen. Doch bunt sind sie niemals. Hier sollte es nicht zur Verwechslung mit der Vierfleck-Kreuzspinne kommen, die wir im nächsten Abschnitt sehen.

Vierfleck-Kreuzspinne

Vierfleck Kreuzspinne (Araneus quadratus)

Die massige, sehr abwechslungsreich gefärbte Vierfleck-Kreuzspinne ist eine sehr Schöne und dazu noch die schwerste Radspinnenart Deutschlands. Diese Spinnen trifft man aber meist nur auf Wiesen, Felder oder Waldlichtungen an und meidet unsere Gesellschaft. Die Gartenkreuzspinne hat da weniger Probleme und baut auch mal ein Netz am Balkon oder ähnlichem. Die Farbkombinationen dieser Art sind erstaunlich abwechselungsreich und so gut wie jedes Exemplar ist eine "Sonderanfertigung". Was Sie alle gemeinsam haben sind die hell-dunkel geringelten Beine. Ausgewachsene Spinnen findet man am besten im August bis Oktober.

Marmorierte Kreuzspinne

Marmorierte Kreuzspinne (Araneus marmoreus)
Marmorierte Kreuzspinne (Araneus marmoreus)

Die Marmorierte Kreuzspinne ist wahrscheinlich die schönste Kreuzspinnenart in Deutschland. Man findet sie am Rande von Mooren und Feuchtwiesen. So wie die Vierfleck-Kreuzspinne wartet sie lieber ausserhalb von ihrem Netz, mit dem Bein am Leitfaden, auf Beute die sich in ihrem Netz verfängt. Die Farbkombinationen varrieren bei der Spinne auch ziemlich stark, jedoch sind die Beine immer Hell-dunkel geringelt. Sie wird aber deutlich kleiner als die Vierfleck-Kreuzspinne. Ein Merkmal zur Bestimmung ist das Wellenmuster am Hinterleib und eventuell der Fundort.

 

Auch diese Kreuzspinne habe ich, sowie die meisten hier zu sehenden Spinnenarten, in Niedersachsen fotografiert.

Araneus circe

Diese, in Kroatien aufgenommene Kreuzspinnenart, ist besonders massig und größer als alle in Deutschland vorkommenden Kreuzspinnen. Der Hinterleib besitzt zwei deutlich erkennbare Höcker. Es gibt noch einige Arten wie z.b. Araneus grossus (Riesenkreuzspinne) mit der man diese Art verwechseln könnte. Allerdings wird die zuletzt genannte Art noch massiger und ist somit die größte Radnetzspinne Europas.

Die zu sehende Spinne baute ihr Netz etwa 1,40 m über dem Boden zwischen Wacholderbüschen und kleinen dornigen Hecken. Das Gebiet war sehr steinig und die meisten Pflanzen waren kleinwüchsig.

 

Hecken-Kreuzspinne

Hecken-Kreuzspinne (Larinioides patagiatus)

Diese, meiner Meinung nach eher seltene Kreuzspinnenart, baut ihr Netz, wie der Name schon sagt, in Hecken, Sträuchern und anderen ähnlichen Vegetationen. Auch die Farbvariante mit dem orangenen Teil ist nicht oft zu finden. Diese Art kann man schon mal mit der Brückenkreuzspinne und der Schlifradspinne verwechseln, allerdings ist sie nicht so sehr ans Wasser "gebunden" wie die anderen zwei Arten.

 

Nach längerer Recherche, was das nun für eine Art sein kann, habe ich mich an das Naturgucker Forum gewendet und die richtige Artenbestimmung erhalten.

Schilfradspinne

Schilfradspinne

Die Schilfradspinne erhielt ihren Namen nach ihrem häufigsten Aufenthaltsort, dem Schilf. Dieser war/ist immer in Fluss oder Gewässer nähe. Auch die fotografierte Spinne baute ihr Netz ca 1 meter von einem Tümpel zwischen hohen Gräsern und kleinen Hecken. Sie teilt, laut Wikipedia, oft den Lebensraum mit der Gemeinen Streckerspinne (Tetragnatha extensa). Dies kann ich bestätigen. Wir konnten mehrere Exemplare der Gemeinen Streckerspinne in unmittelbarer Umgebung finden. Diese Art ähnelt der Brückenkreuzspinne sehr stark und kann in der Regel nur von fachkundigen Spinnenfans auf anhieb unterschieden werden. Sie wird ca. 1cm (ohne Beine). Die Schilfradspinne ist in ganz Europa verbreitet und nicht gefährdet.

Araniella displicata

Araniella displicata

Diese Spinne gehört zu den echten Radnetzspinnen. Weibchen werden bis zu 11 Millimeter, Männchen bis zu 6 Millimeter groß. Die fotografierte Spinne befand sich auf einem Feld, nahe eines Waldgebietes, unter einer Blüte. Auf dem Foto sehen wir mit großer Wahrscheinlichkeit ein Männchen der Araniella displicata.

Rote Liste BRD: 3 (gefährdet)

Körbchenspinne

Weibliche Körbchenspinne der selteneren Farbvariante mit zwei weißen Feldern auf dem Hinterkörper

Diese kleine Radnetzspinnenart ist die einzige Art der Gattung Agalenatea. Ich konnte mehrere Farbvarianten im Heidebiotop fotografieren. An manchen Orten findet man nur bestimmte Farbzeichnungen, wie ich feststellen konnte. Diese Art bevorzugt wärmere, trockerere Standorte wie Sandtrocken- Halbtrockenwiesen und ist schon ab April aktiv. Sie baut ein kleineres Radnetz und wartet meist am Rand in einem Versteck, mit einem Fuß am Signalfaden, auf Beute. Der Bestand dieser Art ist in Deutschland ist Rückläufig jedoch noch nicht gefährdet.

 

Auf den folgenden Fotos sind weitere Farbvarianten der Körbchenspinne zu sehen.

Herbstspinne

Die Herbstspinne (Metellina segmentata) ist in Mitteleuropa die häufigste Art der Gattung (Metellina). Die adulten Tiere sind besonders im Herbst (August bis Oktober) aktiv und treten dann sehr individuenreich auf. Sie bauen relativ kleine, schräg bis waagerecht aufgehängte Radnetze mit 20 bis 25 Speichen.

Auch hier gibt es sehr viele farbvarianten.

Krabbenspinne (Xysticus kochi)

Krabbenspinne (Xysticus kochi)
Weibchen werden nach der Eiablage dunkeler.

Die Krabbenspinneart Xysticus kochi ist eine in Deutschland häufig anzutreffende Krabbenspinnenart. Ihre Färbung variiert von hellbeige bis dunkelbrau (oder siehe Foto rechts). Männchen dieser Art sehen jedoch anders aus, sie sind dünner und haben schwarze Beine.

Diese eher kleinen Spinnen sind sehr kräftig und erbeuten Insekten und Spinnen die weit aus größer sind als Sie selbst. Meist findet man sie an sonnigen Plätzen wo sie auf Fliegen oder andere Insekten lauern.

Krabbenspinne (Xysticus cristatus)

xysticus cristatus

Veränderliche Krabbenspinne

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena Vatia)

Hogna rediata

Schwarzbäuchige Tarantel (Hogna rediata) aus Kroatien
Schwarzbäuchige Tarantel (Hogna rediata) aus Kroatien

Fortsetzung folgt

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