Der Waldmistkäfer (Anoplotrupes stercorosus)

Der Waldmistkäfer sieht dem Gemeinen Mistkäfer sehr ähnlich, die erstgenannte Art ist kleiner und intensiver in den Farben Blau/Violett. Zudem ist der Rückenpanzer nicht geteilt. An den Flügelplatten des Gemeinen Mistkäfers sieht man deutlich längsverlaufende Furchen, die beim Waldmistkäfer fehlen.

 

Der Mistkäfer macht die Böden fruchtbar indem er seine Nahrung, also Kot von Pflanzenfressern wie Rehe,Kanninchen oder Feldhasen, in dem Erdboden vergräbt. Nach dem Schlupf der Larven fressen diese die bereitgestellte Nahrung der adulten Käfer.

 

Sie können bei Gefahr ein gut hörbares Pipsen geben und fliegen, für so ein massigen Käfer, sehr gut. Er ist häufig in Heidelandschaften anzutreffen, da die Fauna dort die Wärme besser "speichert" als feuchtere Lebensräume.

 

Einige Vogelarten,Kreuzspinnen, Eidechsen und z.b. der Raubkäfer sehen den Mistkäfer als leckere Beute. Milben sind dagegen erst bei übermäßiger Anzahl lebensbedrohlich für den Käfer.

Die schaufelartigen, kräftigen Beine sind gut fürs Graben geeignet. Doch das wichtigste für den Käfer sind wohl seine Fühler. Mit Ihnen kann er seine Nahrung orten.

Auf dem Foto unten kann man die rote Milbe unter dem Auge gut erkennen. Für den Käfer werden Milben erst gefährlich wenn Sie in großen Stückzahlen vorhanden sind.